CHRONIK DES ROTEN KREUZ ZUGES OBERNDORF
Und so hat alles begonnen:

Ich endesunterfertigter Dr. Carl Hermann, praktischer Arzt in Oberndorf erkläre mich als unterstützendes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf sehr gerne bereit, die Dienste eines Sanitäts-Instruktors zu übernehmen, bei Unglücksfällen, die bei in Oberndorf oder in allernächster Umgebung stattfindenden Bränden etwa vorkommen, falls ich hievon verständigt und zur Hilfeleistung gerufen werde, ungesäumt die erste Hilfe zu leisten und der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf von heute ab als Korbsarzt die Funktion der ersten Hilfe zu übernehmen.-
Oberndorf, am 21.April 1909
Am 20. Juni 1910 wurde im Rahmen der Freiwilligen Feuerwehr die erste Rettungsabteilung Oberndorf im Dienste des Roten Kreuzes gegründet.
Gründungsmitglieder: Alois Buchner, Dr. Karl Hermann
Für Alt Oberndorf: Johann Lederer, Thomas Niedermüller, Franz Urkauf, Johann Huber, Alois Huber, Johann Hueber. Für Neu Oberndorf: Nicolaus Lenderer, Georg Schröck, Josef Pföß, Josef Hörtl und Leopold Berger jun.

Für den Ankauf der notwendigen Rettungsgeräte wurde eine Haussammlung abgehalten, die einen Erlös von 120 Kronen (entspricht Stand Jänner 2002 lt. Nationalbank 516.- Euro) brachte. 200 Kronen (entspricht Stand Jänner 2002 lt. Nationalbank 860.- Euro) stellte die Gemeinde zur Verfügung. Pfarrer Fellach stellte die Einnahmen seiner im Gasthaus „Bauernbräu˜ aufgestellten Musikautomaten zur Verfügung. Aus diesen Mitteln wurde eine Räderbahre (Standort Zeughaus Alt Oberndorf), zwei Erste Hilfe Koffer und 8 Erste Hilfe Lehrbücher gekauft. Die zweite Räderbahre (Standort Kaufhaus Kollmann) wurde vom Hilfsverein vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellt.
Im ersten Jahr waren schon 8 Erste Hilfe Einsätze (der erste am 8. September 1910), welche sich bis 1938 kontinuierlich steigerten.
Unter AK Größlhuber wurde die Ortsgruppe weiter ausgebaut. Von 1969 bis 1970 wurde der Rettungsdienst vom Kolpinghaus ausgeführt. Das Einsatzfahrzeug hatte bei der Baufirma Mittermayr unter einem Flugdach seinen Standplatz. Die alte Garage musste der Leichenhalle weichen.
Von 14. Juni 1972 bis 20. Juli 1977 stand der RK Zug unter dem Kommando von AK Haidinger Franz, es folgten:
KK Krieber Wilhelm,
vom 26. Juli 1977 bis 09. Jänner 1989
ZK Koch Rudolf,
vom 09. Jänner 1989 bis 31. Dezember 1993
ZK Kunesch Ludwig,
vom 01. Jänner 1994 bis 31. Dezember 2000
ZK Hiden Peter,
seit 01. Jänner 2001
Mit 11. Juli 1970 übersiedelte die Ortsstelle mit Krankenwagen in das neu erbaute Krankenhaus. 1972 erfolgte der Zusammenschluß der Abteilung 3 (Ortsstellen Oberndorf und St. Georgen) sowie Abteilung 4 (Bürmoos und Lamprechtshausen) in den Bezirk Flachgau Nord.
Ab 13. Juni 1972 sollte der gesamte Bezirk nach Lampechtshausen in das „Duswaldhaus˜ übersiedeln. Die Männer des RK Zuges Oberndorf widersetzten sich dieser Anordnung und konnten trotz großer Schwierigkeiten die Dienststelle Oberndorf erhalten – jedoch mit der Auflage, dass in der Dienstwoche, jeweils 2 Mann vom Zug Oberndorf die Telefonzentrale in Lamprechtshausen zu besetzen haben. Die Bezirksstelle Flachgau Nord übersiedelte am 26. Oktober 1977 in die Dienststelle bei der Feuerwehr Lamprechtshausen und übernahm auch das Nachrichtenwesen dieser.Der ärztliche Wochenenddienst Flachgau Nord wurde ab diesem Jahr mitbetreut.
Der RK Zug Oberndorf bekam am 30. Oktober 1983 im Neubau der Feuerwehr Oberndorf sein neues Heim. Ab diesem Zeitpunkt sind in Oberndorf 2 Rettungsautos stationiert. Angeschlossen wurde auch ein Lager für den Katastrophenzug.
Am Sonntag den 15. November 1985 fand nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Oberndorf im Gasthaus „Zum Park˜ ein kleiner Festakt zum 75jährigen Bestand des Zuges Oberndorf statt. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 21 freiwillige Mitarbeiter dem RK Zug Oberndorf an.
Am 14 Juni 1992 konnte ein aus Spenden der Bevölkerung und des Lions Club Laufen-Oberndorf gespendeten Rettungsauto geweiht und in den Dienst gestellt werden.
Dieses Rettungsauto der zu diesem Zeitpunkt neuen Generation ermöglichte den hervorragenden Notfalleinsatz mit Hubschrauber und NEF (Notarzt).
Seine größte Bewährungsprobe musste der RK Zug Oberndorf am Freitag, den 10. Juni 1977, um 13:05 Uhr, bestehen. Beim Zusammenstoß eines Personenzuges mit einen Lastenzug am südlichen Ortseingang von Oberndorf wurden 35 Personen verletzt, davon 10 schwer. Großalarm wurde ausgelöst. Für den vorbildlichen Einsatz wurde von der Presse großes Lob ausgesprochen.
Anfang 2002 wurde die jetzige Dienststelle nach 19 Jahren renoviert und neu eingerichtet.
Mit Stand 01. März 2010 versehen im Zug Oberndorf 16 Männer und 3 Frauen ihren aktiven, ehrenamtlichen und unentgeltlichen Dienst für die Bevölkerung des nördlichen Flachgaues.
Im Jahre 2009 wurden von den ehrenamtlichen Mitarbeiter/Innen insgesamt ca 8.655 Stunden geleistet.
Unser Team:
| Hiden Peter | Zugskommandant // Rettungssanitäter |
| Lafenthaler Gregor | Zugskommandantstv. // Rettungssanitäter |
| Koch Rudolf | Schriftführer // Telefonist |
| Hillebrand Dominik | Kassier // Rettungssanitäter |
| Bräumann Eva | Rettungssanitäter |
| Ebner Johannes | Rettungssanitäter |
| Edelmann Franz | Rettungssanitäter / Instruktor / Telefonist |
| Emeder Martina | in Ausbildung |
| Gallhammer Franz | Telefonist |
| Gangl Andreas | Rettungssanitäter |
| Gangl Richard | Rettungssanitäter |
| Greilinger Florian | Rettungssanitäter |
| Gstöttner Eva | Rettungssanitäter |
| Krieber Wilhelm | Rettungssanitäter / Telefonist |
| Kunesch Günther | Rettungssanitäter |
| Noppinger Tobias | Rettungssanitäter |
| Prugger Patrik | in Ausbildung |
| Schmiederer Erich | Notfallsanitäter |
| Stark Stefan | Rettungssanitäter |
Kunesch Ludwig
Spiess Hans
Pfister Mario