Die Geschichte der Landes KAT-Abteilung
Ein Verkehrsunfall im Jahr 1959 in Hagenau bei Bergheim, bei dem einer Frau der Oberschenkel abgetrennt wurde und in der Dunkelheit nicht gefunden werden konnte, war der Anlass dafür, den Einsatz der Ersten Hilfe Mannschaft durch einen technischen Einsatz, insbesondere mit Beleuchtungsgeräten, zu unterstützen.
Quelle: Festschrift 25 Jahre Landeskatastropenabteilung Rotes Kreuz Salzburg
Der Beginn in Flachgau-Nord/Lamprechtshausen
Gründung des Technischen Zug 2/Flachgau-Nord im Juli 1969 unter dem Kommando von Ortmeier Heribert.
Die Zugskommandanten:
- Ortmeier Heribert
- Bauer Franz
- Perwein Johann
- Schlögl Johann
- Perwein Johann
- Kralik Norbert
- Bauer Franz
- Stangl Harald
- Huber Johannes
- Plattner Wolfgang
- Gerstlohner Alexander
- Martin Kreiller
Einsätze:
- Erdbeben in Friaul (Italien)
- Versorgungstransport nach Rumänien
- Evakuierungsvorbereitungen beim Hochwasser in Oberndorf
- Ausbildungslager der Landes KAT-Abteilung
- div. Übungen im Bezirk und überregional
- Versorgungstätigkeiten für den Rettungsdienst und Feuerwehr
- Busunfall Bad Dürnberg
- Hagelkatastrophe Flachgau Nord
- Hochwasser Oberndorf
Die Landeskatastrophenabteilung ist eine Sondereinheit des Landesverbandes Salzburg. Sie ist direkt dem Landesrettungskommandanten unterstellt und wird im Einsatzfall aus Mitarbeitern unserer Bezirks- und Ortsstellen rekrutiert.
Bei Großereignissen und Katastrophen stellen die Mitarbeiter dieser Einheit die erforderliche Infrastruktur für den Rettungseinsatz her, führen schwierige Bergungen durch und stellen die Verpflegung und Versorgung unserer Kräfte und der Betroffenen sicher.
Die Mitarbeiter der Landeskatastrophenabteilung sind überwiegend freiwillige Mitarbeiter aus dem Rettungs- und Krankentransportdienst des Roten Kreuzes.
Durch eine zusätzliche Ausbildung und laufende Schulungen werden die Mitarbeiter zu Fachleuten mit besonderen Kenntnissen zur Bewältigung von Großereignissen und Katastrophen ausgebildet.
Jährlich werden für Ausbildung und Einsätze ca. 15.000 Stunden ehrenamtlich und in der Regel zusätzlich zum Rettungsdienst aufgewendet.
Für die Mitarbeit in der Landeskatastrophenabteilung ist eine abgeschlossene Sanitätshilfeausbildung und eine mindestens einjährige Praxis im Rettungs- und Krankentransportdienst erforderlich.
Ausbildung:
Die nachfolgende Übersicht gibt eine Auswahl der wichtigsten Ausbildungsbereiche wieder:
• Arbeiten mit Seilwinden, Motorsägen
• Bergen, Bergegeräte, Seile, Trümmerbergung
• Stromversorgung, Beleuchtung
• Wasserversorgung, Hygiene
• Großunfallbewältigung, SanHiSt (Sanitäts-Hilfsstelle), SanSaSt (Sanitäts-Sammelstelle)
• Unterkunft, Lagerbau, Zeltaufbau, Zeltheizung
• Karten- und Kompasskunde
• Fahrtechnik im Gelände
• Medikamentenkunde
Die Basisausbildung für neu eingetretene Mitarbeiter der LKatAbt wird in Kursform zentral vom Kdo/LKatAbt gesteuert.
Nach ihrer Absolvierung werden sie ständig in ihrem teZg weitergeschult. Ausbildungslager und Übungen vertiefen und erweitern den Ausbildungsstand.
Mitarbeiter in Stabs- und Kommandantenfunktionen werden, ebenfalls unter Federführung des Kdo/LKatAbt, in entsprechenden Kursen und Seminaren mit den Schwerpunkten Führung im Einsatz und Versorgung aus- und weitergebildet.
Quelle: offizielle Homepage Rotes Kreuz Landesverband Salzburg